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Brief an den Diözesanadministrator

Im Rahmen des Pastoralen Prozesses "Wo Glauben Raum gewinnt" führten Vertreter unseres Pfarrgemeinderats Gespräche mit unseren Nachbarpfarreien in Berlin und im Dekanat Potsdam-Luckenwalde/Region Ost. Nach Auswertung der Gespräche und intensiver Diskussion in der PGR-Sitzung am 24. Januar 2015, beschloss der PGR mit klarer Mehrheit, bei nur einer Gegenstimme, folgenden Brief, der mit den Pfarreien der Region Ost (Blankenfelde, Zossen, Luckenwalde) abgestimmt ist, an den Diözesanadministrator zu senden.

 

Pastoraler Prozess „Wo Glauben Raum gewinnt“
Gemeinden im Dekanat Potsdam-Luckenwalde/Region Ost

2. Februar 2015

Hochwürdiger Herr Prälat Przytarski,

in den vergangenen Monaten haben sich die Vorstände der Pfarrgemeinderäte des Dekanats Potsdam--‐Luckenwalde / Region Ost (Blankenfelde, Zossen, Luckenwalde, Teltow) wiederholt getroffen, um über den Pastoralen Prozess „Wo Glauben Raum gewinnt“ zu beraten.

In den bisher geführten Gesprächen haben wir in unseren Pfarreien schon jetzt viele Gemeinsamkeiten festgestellt und Möglichkeiten besprochen, die künftige Kooperation zu vertiefen: angefangen beim Austausch der Pfarrbriefe über Verlinkungen der Homepages und Aushang der Gottesdienstzeiten sowie Einladungen zu Gemeindefesten und Veranstaltungen bis hin zu gemeinsamen Firm- und Wallfahrten.

Wir sind uns darin einig, dass das zentrale Moment unserer Gemeinschaft die Feier der heiligen Eucharistie ist. Sie ist der Grund, auf dem wir stehen, Grundlage sämtlicher anderer Aktivitäten. Wir erwarten vom Ordinariat, sicherzustellen, dass, unabhängig von der künftigen Verwaltungsstruktur, an allen unseren Gottesdienststandorten auch weiterhin die Eucharistie am Sonntag gefeiert werden kann.

Unsere Priester sollen Hirten für die Gemeinschaft der Gläubigen sein. Dies setzt auch eine persönliche Beziehung voraus. Es darf nicht sein, dass die Priester in Zukunft keinen Bezug mehr zu ihren Gemeinden haben, heute hier und morgen dort sind. Drei, besser noch vier Priester sind erforderlich, um diese persönliche Beziehung sicherzustellen. Wir unterstützen in diesem Zusammenhang ausdrücklich die von den Priestern unserer Region in einem Schreiben vom April 2014 dargelegten Überlegungen.

Im Zuge des Prozesses „Wo Glauben Raum gewinnt“ soll eine „Groß-Pfarrei“ entstehen, die bisherigen „Gemeinden“ sollen aber in gewisser Eigenständigkeit erhalten bleiben. In unserer besonderen ländlichen Situation mit weiten Wegen sollte sichergestellt werden, dass ein Ansprechpartner vor Ort, d. h. im bisherigen Pfarrhaus oder Pfarrbüro, erreichbar bleibt.

Bei uns ist der Eindruck entstanden, dass vieles, was bisher zum Pastoralen Prozess gesagt worden ist, sehr Berlin--‐zentriert ist. Zwar liegt diese Sichtweise aufgrund der Verteilung der Gläubigenzahlen zwischen Stadt und Land nahe, doch sollte bedacht werden, dass die Übertragung von Lösungen, die für Berlin richtig erscheinen, auf das Umland nicht angemessen ist.

Wir bitten Sie, unser Schreiben bei Ihren Entscheidungen zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen
die Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte

Horst Leyer
St. Nikolaus Blankenfelde

Kathrin von Ostrowski
St. Joseph Luckenwalde

Ronny Bereczki
Sanctissima Eucharistia Teltow

Cordula Mücke
Mariä Unbefleckte Empfängnis Zossen

 

Der Brief als PDF-Datei