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Syrisch-katholischer Erzbischof Melki feiert Hl. Messe und berichtet über Lage der Christen im Nahen Osten

Der syrisch-katholische Erzbischof em. Flavien Joseph Melki aus Beirut feierte mit uns, am 1. August 2015, die Heilige Messe, in St. Thomas Morus, Kleinmachnow. Im anschließenden Vortrag berichtete er zur Lage der Christen im Nahen Osten. Die kleine christliche Minderheit, die die ursprüngliche Bevölkerung vieler Länder des Nahen Ostens stellt, ist bedroht durch den Terror des Islamischen Staates und gerät immer wieder zwischen die Fronten der Auseinandersetzung zwischen den islamischen Glaubensrichtungen der Sunniten und Schiiten.  Viele wurden aus ihrer Heimat vertrieben und sind nun Flüchtlinge.

Erzbischof Melki rief zum Gebet für unsere Geschwister und auch zu materieller Hilfe auf. Er erinnerte daran, dass wir an einen Gott der Liebe glauben und nicht dem Hass verfallen dürfen. In der Kollekte wurde für zwei Hilfsprojekte, die Erzbischof Melki initiiert hat, gesammelt: Für Waisenkinder und für Senioren.

Ebenfalls anwesend war der ukrainische Priester Prälat Józef Świdnicki, zur Zeit des Kommunismus war er in Sibirien tätig und half beim Aufbau der dortigen Gemeinden. Hierfür war er drei Jahre lang in sowjetischen Gefängnissen inhaftiert.

Dieser Abend rief uns ins Gedächtnis, dass Christen weltweit ihres Glaubens wegen bedrängt werden. Pfarrer Michael Theuerl betonte, dass uns das nicht egal sein darf, denn sie alle sind unsere Brüder und Schwestern, Glieder des einen Leibes Christi. Wie schon der Apostel Paulus in seinem ersten Brief an die Korinther sagt: „Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle anderen mit ihm.“ (1 Kor 12,26)

Wer Erzbischof Melki und die durch ihn gegründeten Hilfswerke im Libanon unterstützen möchte (das Kinderheim „Foyer de l’ Esperance“ und ein Seniorenheim), kann dies über folgende Bankverbindung:
Melki, Joseph
IBAN   BE45 0000 0877 7789
BIC     BPOTBEBI

Hier können Sie die Predigt von Erzbischof Melki nachlesen (Link).

 

 

(Fotos: Maximilian Tauscher)