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Autorenlesung "Die Austenats – Eine deutsche Familie“

Am Donnerstag, den 15. September 2016 um 19:30 Uhr, liest Frau Dr. med. Elke Austenat in der Katholischen Öffentlichen Bücherei St. Thomas Morus in 14532 Kleinmachnow, Hohe Kiefer 113, aus ihrem  Buch "Die Austenats – Eine deutsche Familie“ Der Eintritt ist frei. Getränke und ein kleiner Imbiss stehen im Anschluss bereit.

Über das Buch:
Was macht eine Familie, in den Nachwehen des zweiten Weltkrieges die im Osten beheimatet ist? Eine Familie, die wie viele andere, von menschlichen und materiellen Verlusten getroffen wurde. Die Verluste, der tagtägliche Kampf ums Überleben und die Herausforderungen werden erzählt, desgleichen die Erfolge und Schicksale der Einzelnen. Zu Beginn war jeder offen für das was kommt. Sozialismus war anfangs kein Schimpfwort. Aber ob des realen Sozialismus driftet die Familie auseinander. Manche sind überzeugte Verfechter und Vertraute des DDR-Systems, wie der Oberbürgermeister von Ost-Berlin oder der Leibarzt von Willy Stoph. Andere erkennen, dass dieses System keinen Deut besser war als das Vorhergehende,  wenden sich offen und direkt gegen das System und werden dafür nicht nur vom DDR-System gestraft, sondern auch von der eigenen Familie. Klar, deutlich und spannend wird nicht nur das Leben dieser Familie geschildert, sondern auch die Vergesslichkeit der Staatsgetreuen, was Freiheit und Eigenverantwortung des Einzelnen bedeutet, wenn es heißt nie wieder ein menschenverachtendes System zu etablieren. Stattdessen dominieren Verrat, Einschüchterung und letztendlich Gefängnis, die tiefe Spuren hinter-lassen. Abschreckend zu erfahren wozu Menschen fähig sind, aber auch ein außerordentliches Zeugnis von Menschen, die das Spinnennetz der Stasi umhüllte, aber nicht vernichten konnte.

Über die Autorin:
Dr. Austenat  studierte 1966 bis 1972 Humanmedizin an der Humboldt-Universität zu Berlin und promovierte 1972 zum Dr. med. Von 1972 bis 1980 arbeitete sie an der Klinik für Diabetes und Stoffwechselkrankheiten des Städtischen Krankenhauses Berlin-Kaulsdorf. 1977 erlangte sie die Anerkennung als Facharzt für Innere Medizin. 1979 die Anerkennung Subspezialisierung Diabetes. 1979 bis 1980 arbeitete sie als stellvertretende Chefärztin an der Klinik.
1980 bis 1982 war Dr.  Austenat in politischer Haft in der Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin-Pankow sowie in der Strafvollzugsanstalt Hoheneck. 1982 erfolgte der Freikauf durch die Bundesrepublik Deutschland mit anschließender Übersiedlung nach Westberlin.1982 und erneut nach der Wiedervereinigung 1990 wurde sie als politisch Verfolgte des DDR-Regimes anerkannt.