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Autorenlesung mit Christian Dertinger / Update: Ankündigung MAZ

Am Donnerstag, den 13. März 2014 um 19:30 Uhr, liest Herr Christian Dertinger in der Katholischen Öffentlichen Bücherei St. Thomas Morus in 14532 Kleinmachnow, Hohe Kiefer 113, aus dem Buch Wenn der Morgen einen neuen Tag verspricht. Weggeh- und Bleibe-Geschichten.
                             
Der Eintritt ist frei.


Achtzehn Autoren u. a. Christian Dertinger, erzählen vom Leben in der DDR, vom Aufbruch in die Bundesrepublik Deutschland oder vom bewussten Bleiben und der Ankunft im geeinten Deutschland. Die Stärke des Bandes liegt in der Vielzahl unterschiedlicher Lebensberichte, die ein authentisches Bild der jüngsten Geschichte seit 1945 geben.

  
Über den Autor:
Christian Dertinger ist der Sohn von Georg Dertinger aus Kleinmachnow, der als Mitglied der CDU von 1949 bis 1953 Minister für Auswärtige Angelegenheiten der DDR war. Im Januar 1953 wurde Georg Dertinger verhaftet und wegen angeblicher „Spionage und Verschwörung“ nach 16-monatlicher U-Haft zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Auch die Familie Dertingers wurde Opfer stalinistischer Verfolgung: Seine Ehefrau wurde zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, die sie auch verbüßen musste. Der damals mit 15 Jahren älteste Sohn Rudolf erhielt ebenfalls wegen „Spionage“ drei Jahre Zuchthaus nach Erwachsenenstrafrecht und flüchtete danach in den Westen, wo er Journalist wurde. Die 13-jährige Tochter Oktavia wurde nach der Haft in die Obhut der ebenfalls zunächst verhafteten und dann ins Erzgebirge verbannten 79-jährigen Großmutter gegeben. Der damals neunjährige Christian kam mit neuer Identität zu SED-treuen Pflegeeltern, wurde nach acht Jahren seiner freigelassenen Mutter zurückgegeben und konnte erst nach der Wiedervereinigung, u.a. durch die Einsichtnahme in den Stasi-Akten,  sein Schicksal erkunden. Er lebt heute in Leipzig.

 

Beitrag/Ankündigung der Märkischen Allgemeinen Zeitung zur Lesung:

Beitrag MAZ, 05.03.2014